Bernhard Schöpf mit starker Vorstellung beim WM-Debut
Ausgerechnet Italien! Für einen Neuling gibt es durchaus "leichtere" Orte, um sich in der 'FIM Enduro World Championship' vorzustellen. Der Grand Prix von Italien in Rovetta nahe Bergamo ist eine absolute Hochburg des Sports, das Publikum ist fanatisch, die Strecke gilt als eine der schwierigsten der WM. Ausgerechnet hier hat Bernhard Schöpf die Gelegenheit zur Standortbestimmung auf WM-Niveau bekommen. Der 24jährige Tiroler hat blendend bestanden: "Ich hätte mir nicht gedacht, dass es so gut geht." Schöpf hat an beiden Tagen gefinisht.

Das Enduro-Mekka nahe Bergamo ist technisch sehr anspruchsvoll, selbst für die Maßstäbe der Enduro-WM. Bernhard Schöpf hat in dieser Kulisse mehr erreicht, als er zu träumen wagte: "Das ist immerhin die WM! Da bin ich Anfangs vom Schlimmsten ausgegangen", lacht er: "Doch an beiden Tagen haben ich die Zielflagge gesehen. Ich habe nicht unnötig viel Strafzeit angeschrieben und bin ohne großen Crash durchgekommen. Ich bin wirklich zufrieden. Und ich bin jetzt auch wirklich müde."

Das E2-Podium am Sonntag: Antoine Meo (KTM) gewinnt vor Pela Renet (Husqvarna) und Alex Salvini (Honda)

Vor dem Start des Super Test am Freitagabend hatte Bernhard Schöpf extrem viel Respekt – sowohl vor der Strecke als auch vor dem KTM-Werksteam des Fabio Farioli: "Das ist eine andere Welt. Die Jungs arbeiten für absolute Weltstars, das Ersatzteil-Lager ist unglaublich. Es ist für alles gesorgt und es läuft hoch professionell ab. Natürlich hat man da Respekt." Respekt, den die Farioli-Crew auch ihrem Gast Bernhard Schöpf entgegen gebracht hat: "Sie haben mich von Anfang an voll integriert, waren extrem freundlich und haben mich wirklich in Allem super unterstützt. Da spürt man, dass KTM eine internationale Familie ist. Ich bin stolz, Teil dieser Familie zu sein." 

Bernhard Schöpf bei seiner WM-Premiere in Italien.

Bernhard Schöpf ist an beiden Tagen im Tandem mit dem Italiener Maurizio Gerini (Honda) gefahren: "Wir sind auf der Etappe im Großen und Ganzen genau so schnell gewesen, wie alle anderen im Feld hinter den Top-Drei. Bei den schwierigen Test-Abschnitten ist immer einer vom KTM-Team gestanden. Joachim Sauer zum Beispiel. Der ist seinerzeit selbst hier gefahren. Er hat mir Ratschläge zur Linie gegeben und mich überhaupt auf die Besonderheiten so einer WM-Veranstaltung aufmerksam gemacht."

Bernhard Schöpf ist von der geballten Kraft des KTM-Werksteams unterstützt worden. 

Mit Platz 13 am Samstag und Platz 12 am Sonntag in seiner E2-Klasse ist nicht nur Bernhard Schöpf sehr zufrieden: "Auch im Team ist das ganz gut angekommen, denke ich." Wobei Teamchef Fabio Farioli doch eine kleine "Kritik" anzumerken hatte: "Er hat mich gefragt, weshalb ich keine Ersatzteile gebraucht habe. Aber ich habe wirklich nichts kaputt gemacht, an diesem Wochenende hat einfach alles gut gepasst für mich." Dieses begehrte Gastspiel auf einem werksbetreuten Platz in der Enduro-WM ist von KTM-Österreich monatelang vorbereitet worden. Offenbar hat Bernhard Schöpf diese einmalige Chance genützt und Eindruck gemacht: "Sie haben mich nachher gefragt, ob wir uns eh auch beim nächsten Bewerb in Belgien sehen." Mehr Lob geht nicht.(c. panny, hubert lafer)  

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