Graham Jarvis gewinnt das 'Red Bull Sea to Sky'
Beim letzten großen Hard-Turnier der Saison kann der 40jährige Husqvarna-Pilot seinen ersten großen Sieg 2015 feiern. Graham Jarvis (im Titelbild oben) verdirbt Jonny Walker damit die ganz große Party – denn dem hatte nur mehr der Sieg in der Türkei gefehlt, um alle Hard-Klassiker des Jahres zu gewinnen und sich den Enduro-Grand-Slam zu sichern. Aus der großen rot-weiß-roten Abordung haben sich acht Piloten die Goldemedaille für den Gipfelsieg geholt.

Strand, Wald, Berg. Drei unterschiedliche Bewerbe, drei verschiedene Sieger. Nach Jonny Walker (KTM) am Freitag, Wade Young (KTM) am Samstag hat sich Graham Jarvis beim Mountain-Race am Sonntag zunächst zurückgehalten, ehe er beherzt attackierte und sich den Gesamtsieg beim 'Red Bull Sea to Sky' sicherte.

Graham Jarvis gewinnt vor Jonny Walker und Wade Young.

Während Jarvis bei seinen früheren Siegen in Kemer gleich vom Start weg an der Spitze das Tempo hoch hielt, fuhr er diesmal dosiert zum Erfolg. Fast zwei Drittel des Weges blieb er in Schlagdistanz hinter dem Führenden Jonny Walker. Um dann taktisch Risiko zu nehmen. Denn im Gegensatz zu Jonny Walker hat Graham Jarvis seiner 2Takt-Husqvarna keinen zweiten Tankstopp gegönnt: "Danach kamen dann schmale Single-Trails." Jarvis' Kalkül war, dass Jonny Walker hier keinen Platz mehr finden würde, um zu attackieren und überholen. Im Ziel hatte der 24jährige KTM-Dominator der Saison um ganze 2 Minuten und 45 Sekunden das Nachsehen.

Jonny Walker klettert aufr den zweiten Platz.

Jonny Walker fällt damit zwar um den Xtreme Grand Slam um, im Ziel schien er deswegen aber nicht am Boden zerstört: "Natürlich wollte ich gewinnen. Aber ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein." Der sechste Sieg beim sechsten Top-Event 2015 wäre zwar schön gewesen, meint Walker. Doch seien schon seine fünf Erfolge in diesem Jahr ein starkes Stück: "Alle zu gewinnen, das ist wirklich schwierig."

Philipp Schneider und Rudi Pöschl feiern ihren Gipfelsieg.

67 Piloten haben es am Sonntag bis zum finalen Gipfel-Checkpoint 14 geschafft. Acht davon aus Österreich. Auf Platz 6 zeigt Lars Enöckl (KTM) einmal mehr, dass er in diesem Xtreme-Jahr extrem gut in Form ist. Der Vorarlberger Philipp Schneider (KTM) erreicht den 16. Platz: "Ich war meistens zusammen mit Rudi Pöschl unterwegs. Im letzten Viertel aber konnte ich nochmal an Speed zulegen. Im Dreikampf mit Miha Spindler und Andy Noakley hatte ich dann den längeren Atem. Ich bin sehr zufrieden. Nach dem 17. Platz am Erzberg und dem 15. Platz bei der 'Romaniacs' habe ich wieder ein Top20-Ergebnis bei einem Rennen mit so vielen Weltklasse-Fahrern." Schneiders Tiroler Weggefährte Rudi Pöschl (Husqvarna) war an allen drei Renntagen der insgesamt stärkste 4Takt-Pilot und erreicht am Sonntag den 19. Platz. Gold für Österreich gab es auch noch für Benjamin Diesel (Platz 24/KTM), Florian Salbrechter (32/KTM), Peter Tschann (46/KTM), Lukas Bleiner (47/KTM) und Josef Fischbacher (65/KTM). (quellen: future7media, husqvarna, pöschl, schneider, ig.g)  

LINK: Red Bull Sea to Sky

Home