Offroad-Bilder vom Überflieger
Auf Servus.TV hat die "Red Bull Romaniacs 2012" ihr erstes Revival erlebt. Beim filmischen Rückblick auf den Rumänien-Klassiker spielt ein Tiroler eine wichtige Rolle: Rainer Raitmair hat heuer erstmals eine ferngesteuerte "Heli-Cam" durch die Täler und Schluchten der Karpaten gesteuert. Eine Premiere nicht nur für die Romaniacs-Filmcrew.

Auch für Rainer Raitmair selbst ist der Einsatz in Rumänien eine Premiere gewesen. Noch nie zuvor hat er das von Grund auf selbst entwickelte System unter realen Rennbedingungen eingesetzt: "Es ist ein bisschen so, als ob man selbst das Rennen fährt. Mein Helicopter muss während des Filmens eine Einheit mit dem Biker bilden. Ich muss antizipieren, welche Spur er wählt, um das Ganze möglichst flüssig in bewegte Bilder umsetzen zu können."

VIDEO: Red Bull Romaniacs Helicam auf youtube


"Follow me!" Die FLATOUT.heli-cam über den Spuren der Romaniacs-Rider.

Erfahrung hat Rainer Raitmair in jeder der beiden Welten: er arbeitet seit 15 Jahren als Kameramann und hat hier bereits fünf Romaniacs-Einsätze absolviert. Und er ist seit zehn Jahren Modellflugpilot: "Das Filmen mit Helis ist erst am Anfang, da werden wir sicher noch ganz neue, großartige Möglichkeiten bekommen."
Kamera-Pilot Raitmair achtet beim ferngesteuerten Filmeinsatz nur auf die Fahrer und auf die Position des Helicopters. Das konkrete Bild sieht er nicht: "Ich könnte einen Kontrollmonitor verwenden. Ich tue das aber nicht und filme nach Gefühl." Der Hauptgrund ist die Sicherheit: "Ich finde, es ist besser, mehr Pilot als Kameramann zu sein. Ich muss den Heli ja stets in Griff haben. Würde ich da sozusagen auch noch durch den Sucher der Kamera sehen, dann kann mich das bisweilen zu sehr vom Fluggerät ablenken."

Heli-Cam-Pilot Rainer Raitmair: "Die Entwicklung ist erst am Anfang."

Raitmairs FLATOUT.heli-cam ist ein "Mikado 600se", in Rumänien war er mit einer "Sony EX-1" Mittelformat HD-Kamera bestückt. Der Heli hat einen Rotoren-Durchmesser von 170 Zentimeter, eine speziell konfigurierte Auto-Pilot-Elektronik stabilisiert den Heli auch bei Wind perfekt. Mit dieser fliegenden Kamera will die Crew von FLATOUT die Lücke in der perspektivischen Mitteldistanz schließen. Tiefer als ein wirklich tief fliegender echter Hubschrauber mit vergleichsweise sehr teuren Kamerasystemen. Und höher als der längste Kran-Arm vom Boden weg kommt, sagt Rainer Raitmair: "Das kann sicherlich auch für viele andere Events eine interessante Option sein." (c. panny)

VIDEO: Romaniacs 2012 – die Helicam bei der Arbeit im "Appetizer"

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