Michael Staufer auf Platz 22 in Le Touquet!
Seit 1975 ist das legendäre Strandrennen an der französischen Atlantik-Küste immer wieder gut für extreme Wetterlagen. Heuer hat in 'Le Touquet' vor allem der meeresseitige Wind oft sehr handfest ins Rennen eingegriffen. Österreichs mehrfacher MX-Staatsmeister ließ sich davon nicht im geringsten aufhalten: Michael Staufer beendet 'Le Touquet 2014' auf Platrz 22 und ist zufrieden – bis auf Widerruf, denn: "Da ist noch mehr drin! Das ist mal klar…"

Eigentlich hat sich die SandStrandStrecke dieses Jahr vergleichsweise zahm präsentiert, sagt Michael Staufer: "Es waren heuer viel mehr Geraden dabei. Und am Ende sind heuer auch so viele Hobby-Piloten ins Ziel gekommen wie nie zuvor. Was es diesmal aber so schwierig gemacht hat, das war das Wetter!"

Die malerische Ruhe vor dem Sturm.


Fahrtechnisch war 'Le Touquet' diesmal etwas leichter angelegt, sagt Michael Staufer.

Wetterkapriolen sind den Startern in Le Touquet nicht völlig fremd ūüėČ Nach zehn Zentimetern Neuschnee 2013 hatte das Wetter dieses Jahr von allem etwas, und von manchem etwas viel: "Zu Beginn Gewitter und Hagel. Es war nass und kalt. Später dann ein Sandsturm. Abwechselnd Sonne und Regen – die ganzen drei Stunden über." Äusserts ungewöhnlich war, dass der Sturm vom Meer kam, mit bisweilen bedenklichen Böen, sagt Michael Staufer: "Man konnte auf der Geraden nicht mal das Roll Off richten. Man musste den Lenker ständig mit beiden Händen festhalten. Viele der Hobby-Starter sind gestürzt, weil der Wind sie einfach umgeweht hat. Das war ein unglaubliches Wetter!"

Michael Staufer (links im Bild) kommt in den Flow, trotzt dem Sturm und schiebt sich in die Top 25.

Staufers Renngeschichte begann mit einem perfekten Start. Aus dem Block der ersten 50 (von mehr als 1000 Startern) bog er als Dritter in die erste Kurve ein: "Dann bin ich aber zwei Mal hintereinander gestürzt und nach der zweiten Runde bin ich gleich das erste Mal an die Box gefahren. Ich musste die Brille und die Handschuhe das erste Mal wechseln. Es war extrem kalt zu diesem Zeitpunkt." Zur Kälte kam dann noch der stechend lästige Schmerz der Sandkörner, die durch den Sandsturm aufgewirbelt wurden. Ab der vierten von insgesamt 14 Runden haben Michael Staufer und seine KTM 450 dann richtig Fahrt und Rhythmus aufgenommen. Mit jeder Menge Mut und Highspeed: "Von Le Touquet nach Stella Plage zog sich die 7km-Gerade am Strand entlang, wo ich 170km/h auf den Tacho brachte. Da spürt man den Sturm natürlich am ärgsten."

Vier Boxenstops später: "Da ist noch mehr drin!"

Insgesamt musste Michael Staufer vier Mal an die Box und dennoch war er am Ende im Block der ersten Verfolger des Siegertrios Adrien Van Beveren, Antoine Méo und Steve Ramon: "Von Platz 10 bis 30 sind 14 Runden gefahren worden, ab Platz 30 schon nur mehr 13 Runden. Ich bin sehr zufrieden mit meinem 22. Platz. Aber es ist noch mehr drin  – das ist mal klar!" (quelle & bilder: petra bernhard)

LINK: Enduropale Le Touquet
(Achtung: Server steht auf wackligen Beinen.)

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