Die Red Bull Romaniacs würzt ihre 2021-Edition noch ein wenig nach. Zwischen Offroad-Tag 2 und 3 kehren die PilotInnen nicht in ihre Unterkünfte in Sibiu zurück, vielmehr übernachten sie in einem sehr isolierten Biwak in den Wäldern Rumäniens. Mit dieser Neuerung verfolgt Romaniacs-Mastermind Martin Freinademetz zwei Ziele. Erstens kann die Rally auf diese Art neue Regionen befahren, ohne das Rennen mit langen Verbindungsetappen zu belasten. Und zweitens stellt eine Marathon-Etappe zweifellos ganz neue Herausforderungen an die Taktik, an die Menschen und an die Maschinen.

Red Bull Romaniacs add a Marathon Stage to the 2021 Edition

Die Isolation im Biwak der Marathon-Etappe ist sehr umfassend: erlaubt sind nur die Fahrer mit ihren Motorrädern. Support Teams, Mechaniker, Freunde und Familie sind nicht zugelassen, Telefon- und Internet-Empfang stehen nicht zu Verfügung. Die Herberge im Nirgendwo wurde von den Romaniacs-Machern liebevoll “One Night Stand” getauft. Sie stellen die Zelte und die Verköstigung mit Lagerfeuer-Atmosphäre zu Verfügung. Die nötigsten persönlichen Übernachtungs-Utensilien werden von den Veranstaltern in eigens zu Verfügung gestellten Behältern ins Biwak transportiert.

Die Red Bull Romaniacs 2021 sind die 4. und längste Veranstaltung der FIM Hard Enduro-Weltmeisterschaft und finden vom 27. bis 31. Juli in Sibiu, Rumänien, statt.

Für die große Zahl der Amateure und Hobby-Fahrer soll die Marathon-Etappe einen zusätzlichen Schuss Abenteuer in die Red Bull Romaniacs bringen. Enduro ganz ursprünglich also: Nur der Mensch, die Maschine und die Natur. Erst über die Wurzeln und dann zurück zu den Wurzeln. Für die Vollprofis im Rennen um den prestigeträchtigen Gesamtsieg bedeutet eine Marathon-Etappe, die in einer abendlichen No-Help-Zone endet, eine neue körperliche und taktische Herausforderung. Denn weder dürfen Reifen noch sonstige Teile von Außen gebracht und gewechselt werden. Einteilung ist gefragt. Vor allem der Reifenverschleiß, aber auch die Kraftreserven wollen wohl dosiert werden.

Martin Freinademetz, der Erfinder der Red Bull Romaniacs”, kennt derartige Biwak-Nächte einerseits aus seinem langjährigen Rally-Scouting in Rumänien. Er hat derartige Marathon-Etappen im Wettkampf aber auch bei seinen drei Dakar-Teilnahmen erlebt: “Die Idee einer Biwak-Nacht beschäftigt uns seit Jahren. Wir haben vor zwei Jahren mit der Planung begonnen und werden es dieses Jahr endlich einrichten. Die rumänische Wildnis ist etwas Einzigartiges und unsere Marathon-Etappe wird mit Sicherheit eine großartige Erfahrung für alle Teilnehmer sein. Es gibt keine Grenzen, wie wild die Red Bull Romaniacs sein können. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, etwas Neues zu erleben, ihre Strategie anzupassen und sich einem ultimativen Outdoor-Erlebnis zu stellen. Nur mit mit diesem Ansatz können wir ohne nervige Verbindungsetappen in neue Regionen vorstoßen und echte Wildnis erleben.”

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photos (c) Mihai Stetcu & Future7Media/Red Bull Content Pool