Die FIM und der WM-Promotor ‘Enduro ABC’ versuchen, die Enduro-Weltmeisterschaft mit einer neuen Wettkampfklasse vor allem für Amateure und Privat-PilotInnen mit nur kleinem Renn-Budget attaktiver zu machen. Der neue “Enduro Open World Cup” soll ab der Saison 2019 im Rahmen der “FIM Maxxis EnduroGP World Championship” ausgetragen werden. Klasseneinteilung und Wertung sollen eigenständig neben den klassischen Kategorien stehen. Das Startgeld soll überschaubar, die Anforderungen etwas niedriger als in der EnduroGP sein.

Der neue FIM World Cup soll Piloten wieder zurück zu den traditionellen WM-Bewerben locken.

Seit fast zwei Jahren haben Bastien und Alain Blanchard von ABC an den Änderungen gearbeitet, die nun von der FIM Enduro-Kommission genehmigt wurden. Ziel ist, die Zahl der Starter wieder zu steigern, indem man den Zugang erleichtert und billiger macht. Eine Reform, zumindest ein Face-Liftig, ist wohl durchaus nötig. Denn parallel zum klassischen Wettkampfmodus unter FIM-Oberaufsicht haben sich in den vergangenen Jahren etliche Veranstaltungen etabliert, die den klassischen Modus aufbrechen und zu einem Mix aus verschiedenen Offroad-Disziplinen weiter entwickeln. Darüber hinaus hat sich 2018 mit der “World Enduro Super Series” eine Cross-Over-Serie vorgestellt, die jedenfalls alle Zutaten hat, um sich als offizielles WM-Format anzubieten. Die mediale Durchschlagskraft der WESS ist schon jetzt weltmeisterlich. Die klassische Enduro WM hat ihren Status als Alleinvertreter des Enduro-Sports verloren und muss reagieren.

Auf der Strecke Gas geben, bei den Kosten auf der Bremse. Um im “Enduro Open World Cup” vorne mitzumischen, soll es nicht nötig sein, alle Bewerbe zu bestreiten.

Der “Enduro Open World Cup” für Privatiers und lokale Wildcard-Fahrer soll als komplett eigenständige Serie im Rahmen der “EnduroGP World Championship” ausgetragen werden. Deren Klasseneinteilung bleibt unverändert (E1, E2, E3, Junioren und Jugend 125ccm). Im “Enduro Open World Cup” wird es nur drei Kategorien geben: 2-Takt, 4-Takt und Senioren über 37. Für Mannschaften mit zumindest drei Mitgliedern gibt es eine Team-Trophy. Der “Enduro Open World Cup” steht allen PilotInnen ab 16 Jahren offen.

Der “Enduro Open World Cup” findet im Rahmen aller sieben WM-Termine 2019 statt.

Um die Kosten zu senken, wird das Startgeld für den “Enduro Open World Cup” 120 Euro pro Rennen (inklusive Transponder) betragen. Die FIM hat auch eine eigene Lizenz für diese neue Kategorie geschaffen: Die FIM Enduro Open Lizenz kostet 61 Euro für das Jahr, für nur einen Termin kostet sie 31,50 Euro. In die Wertung des “Enduro Open World Cup” werden die acht besten Tages-Ergebnisse des jeweiligen Piloten eingerechnet. So soll es möglich sein, eine der drei Klassen zu gewinnen, auch wenn man nicht an allen Terminen 2019 teilnimmt.

Die Anforderungen des “Enduro Open World Cup” sollen niederiger sein als in der Enduro-WM. Die Open-Klasse soll eine Runde weniger absolvieren müssen, je nach Schwierigkeitsgrad der WM-Route sollen manche Passagen umfahren und allzu große Schwierigkeitsgrade ausgelassen werden.

Der KickOff des “FIM Enduro Open World Cup” findet zum Start der WM von 22. bis 24. März 2019 in Dahlen in Deutschland statt.

Für Bastien Blanchard vom Promotor ABC ist dieses neue Element essentiell für die Zukunft: “Es ist enorm wichtig, Wege zu finden, um wieder mehr Teilnehmer in die “FIM Maxxis EnduroGP World Championship” zurück zu holen. Dieser neue FIM World Cup in drei Klassen soll es Piloten ermöglichen, auf der großen internationalen Bühne zu fahren, auch wenn sie über kein großes Budget verfügen.”

John Collins von der FIM Enduro Kommission schlägt in die selbe Kerbe: “Das Ziel ist, auch Sportlern mit kleinem Budget das traditionelle Enduro auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Seite an Seite mit den Champions; speziell wenn das Rennen in ihrer Heimat stattfindet.” (c. panny, hubert lafer)

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