Eine Seenlandschaft in herbstlichen Farben war am Mittwoch die Kulisse für die erste Offroad-Etappe der “Red Bull Romaniacs”. In dieser spektakulären Landschaft hat Altmeister Graham Jarvis ein weiteres Mal gezeigt, dass er auch im Herbst seiner Karriere zu den absoluten Sieganwärtern zählt.

The “King of the Carpathians” returns: Graham Jarvis wins Offroad Day 1

Sechs Mal hat der Husqvarna-Star die “Red Bull Romaniacs” bereits gewonnen, im vergangenen Jahr musste er sich mit Rang 3 begnügen. Sein Ziel beim einzigen echten Offroad-Großevent in diesem Jahr liegt noch zwei Stufen höher am Podium. Wobei Jarvis zuvor bereits klar machte, dass er als Rennfahrer auf diesem hohen Niveau die Jahre durchaus bereits spürt: “Ich denke, ich bin schnell genug, aber ich weiß nicht, ob mein Körper diese fünf Tage durchhält. Ich habe dieses Problenm schon während der letzten Jahre immer wieder gespürt. Körperlich bin ich in Topform, aber ich bin 45 Jahre alt und der Körper ermüdet schneller.”

Graham Jarvis ist mit 45 Jahren nicht zu alt, um zu gewinnen.

Von Ermüdungserscheinungen war auf dieser ersten Offroad-Etappe aber nichts zu bemerken. Die Top-Favoriten der Gold-Klasse fuhren den ganzen Tag über dicht beisammen, getrennt nur durch Sekunden. Der Brite Billy Bolt (Husqvarna) eröffnete die Etappe, gefolgt von Alfredo Gomez und Qualifikationssieger Wade Young (beide Sherco). Dahinter reihten sich Graham Jarvis und Manuel Lettenbichler ein, der Sieger der “Red Bull Romaniacs 2019”.

Afredo Gomez verlor später an Boden. Er hatte Abstimmungsprobleme, später verlor er seinen Trinkrucksack als er einen Baum hart touchierte. Dafür fuhr Taddy Blazusiak eine exzellente Etappe und konnte zur Führungsgruppe aufschließen. Auch die schwierigsten Passagen und halsbrecherische Hindernisse meisterten diese Ausnahmekönner nahezu im Gleichklang: “Olt Up”, “Sheepfarmer”, “Martin’s Idea” oder “Titanic”. Keiner der Top-Piloten konnte sich nennenswert absetzen, keiner verlor zu viel Zeit auf die anderen.

Und mittendrin setzte Graham Jarvis diskret einen Schritt nach dem anderen, um sich den Tagessieg zu sichern. Mit 5 Stunden, 14 Minuten und 49 Sekunden erreicht er das Tagesziel mit der besten Zeit. In der Gesamtwertung liegt er nun 41 Sekunden vor Titelverteidiger Manuel Lettenbichler, der Südafrikaner Wader Young hat bereits 4 Minuten und 20 Sekunden Rückstand. (c. panny, hubert lafer)

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photos (c) Attila Szabo & Mihai Stetcu/Red Bull Content Pool