ACC bleibt auf Kurs
Die Austrian Crosscountry Championship startet heuer in ihr sechstes Jahr. Seit Jänner ist der Anmeldeschalter geöffnet – und die Serien-Startplätze sind so gut wie ausverkauft. „Für uns ein Zeichen, dass unsere Arbeit passt“, sagt Dieter Happ, der Streckenchef der ACC. Und noch bevor die ACC 2010 so richtig startet, macht sich Happ Gedanken über die 2011er-Auflage: „Mir ist klar, dass wir bei den Strecken ein bisschen zu ost-lastig sind.“ Das will der Tiroler so bald wie möglich ändern.

Die ACC 2010 bringt in Details einige Neuerungen, im Großen und Ganzen setzen die Macher von FLATOUT aber auf Kontinuität. „Wir bleiben auch weiterhin vor allem einsteiger-freundlich“, sagt ACC-Streckenchef Dieter Happ: „Denn wir haben uns schon 2004 in den Kopf gesetzt, für Jedermann  und Jedefrau fahrbar zu sein. Das ist und bleibt unsere Philosphie. Wir wollen schöne Rennwochenenden bieten, bei denen es vor allem um Fahrspaß geht. Alles soll möglichst einfach ablaufen“

Happ @ work: die meisten Streckendetails 2010 stehen fest.

Der Gedanke der Vereinfachung steht auch hinter der neuen ACC-Klasseneinteilung, die nicht mehr vom Hubraum abhängt, sondern vom Fahrkönnen: „Viele unserer Rider testen und tüfteln das ganze Jahr über und wechseln oft während der Saison ihr Bike. Wenn sie früher den Hubraum und damit die Klasse gewechselt haben, so sind die Punkte verloren gegangen. Das ist ab jetzt nicht mehr so“, sagt Dieter Happ.

Das ACC-Strecken-Profil bleibt 2010 unverändert. Allerdings hat Schrems heuer den Auftakt an Kärnten abgegeben: „In Kärnten bleibt es im Großen und Ganzen die gleiche Rennarena, allerdings wird es einige neue technische Anforderungen geben, die letztes Jahr nicht dabei waren.“

Der Traum des Tirolers: wieder einen ACC-Lauf nach Tirol bringen.

In Schrems allerdings wird die ACC heuer über eine längere Piste brettern: „Der benachbarte Steinbruch wird in das Rennen integriert. Die Runde wird so um gut ein Drittel länger.“

Weitgehend unverändert bleibt der ACC-Lauf in Türnitz. Reinrassiges Waldenduro, das sich in Dieter Happs Augen bewährt hat: „Die einen lieben Türnitz, die anderen hassen es. Jedenfalls eine unverwechselbare, anspruchsvolle Strecke mit einem eigenwilligen Charakter.“

Mit einem lachenden und einem weindenden Auge sieht Happ den Nagycenk-Termin am ACC-Kalender: „Nagycenk ist einerseits sehr  interessant. Die Runde dauert um die 20 Minuten und speziell gegen Ende des Rennens finde ich das Taktieren rund ums Nachtanken sehr spannend. Trotzdem ist Nagycenk irgendwie unser „Notnagel-Rennen. Denn viel lieber würden wir es schaffen, einen ACC-Lauf wieder nach Tirol zu bringen. Da gibt es Pläne, ich kann dazu aber noch nicht allzu viel sagen. Fakt ist, dass wir lieber ein Rennen mehr im Westen hätten.“ Da gibt es vor allem zwei Schwierigkeiten. Einerseits braucht es die Bereitschaft der Grundeigentümer und die entsprechenden Genehmigungen. Andererseits müssen ACC-Areale ein Fahrerlager für etwa 400 Rider beherbergen können. Auch logistisch ist die ACC ein sehr großer Wanderzirkus.

Ihre beiden Schluss-Takte setzt die ACC wieder in Oberösterreich: „In Ampflwang ist Joe Lechner’s Truppe hochmotiviert. Und soviel ich weiß, wird es am Sonntag nach der ACC gleich noch eine Fahrgelegenheit geben.“

Den finalen Akkord spielt es wieder in Mattighofen. Da gibt’s an der Strecke nichts zu rütteln. Die Neuerung wird aber die After-Race-Party betreffen: „Wir wollen das Fest'l heuer nicht mehr im Badhaus machen. Da wird es eine neue, lässige Location geben“, sagt der ACC-Streckenchef.

Bislang letzter internationaler Auftritt: Dieter Happ und C. Panny im Ziel der Romaniacs 2009.

Der Härtegrad der ACC bleibt auch heuer unverändert. Dieter Happ reagiert sehr klar auf die Kritiker, die sagen, die ACC sei zu „leicht“, zu crossig geworden: „Ich glaube, diese Kritik kommt oft von Ridern, die in den letzten Jahren einfach besser geworden sind. Vor drei Jahren haben sie noch kämpfen müssen, jetzt tun sie sich auf ein und der selben Strecke viel leichter. Das ist gut für diese Rider. Wir als ACC-Macher werden aber weiterhin nicht vergessen, dass wir jedes Jahr viele Neueinsteiger, Frauen und Kinder im Feld haben. Wenn wir das vergessen, dann wird der Spagat zu groß. Wer es ab und zu härter haben will, der muss sich dann ab und zu auch für ein anderes Rennen entscheiden. Wir bleiben unserer Philosophie treu." (c. panny) 

Die ACC online

Home