Matthias Walkner beendet die FIM Cross-Country Rallies World Championship Serie mit einem Sieg bei der Abu Dhabi Desert Challenge. Somit hat der KTM-Pilot die diesj├Ąhrigen WM-Rennen mit zwei ersten und zwei zweiten Pl├Ątzen immer auf dem Podium beendet.

Die letzten 216 Kilometer hatten es nochmal in sich und der Salzburger musste um ein Haar alle Siegeschancen begraben. Ein leerer Tank und ein schwerer Sturz lie├čen den Kuchler in der W├╝ste ordentlich schwitzen. Trotzdem kann er noch ins Ziel ÔÇ×rollenÔÇť und holt sich gut eine Minute hinter Van Beveren den zweiten Etappenrang und den Gesamtsieg. Der frisch gebackene Rallye-Weltmeister verbucht 103 Z├Ąhler in der WM-Wertung. Zum Vize-Weltmeister kann sich Adrien Van Beveren (62 Punkte) k├╝ren und Walkner┬┤s Zimmerkollege Daniel Sanders, schnappt sich Rang drei (54 Punkte).

Matthias Walkner: “Ich bin sehr froh, dass das letzte Rennen vor der Rally-Dakar so erfolgreich zu Ende gegangen ist. So gut wie es die ganzen letzten Tage ausgesehen hat, so knapp ist es heute nochmal geworden. Kurzfristig sah es sogar so aus, als k├Ânnte ich den Tag nicht beenden.

Als ich am Morgen das Roadbook gesehen habe, wusste ich, es wird mir nicht in die Karten spielen. Sehr viele Off-Piste-Passagen, viel W├╝ste und D├╝nen. Hier passiert es schnell, dass man viel Zeit verliert beim voraus navigieren. Ich bin wieder als Zweiter in die Etappe gestartet und wusste, dass mein knapper Vorsprung von 4 Minuten schwer zu verteidigen ist, da Sanders weiter hinten als Vierter startete. Mir war wichtig, heute wieder mein Bestes zu geben, aber nichts Wahnsinniges mehr zu riskieren. Das Gef├╝hl war von Anfang an gut. Ich konnte Van Beveren bei Kilometer 70 einholen und wusste, dass wir sehr gut im Rennen sind. Wir haben zu zweit enorm gepusht. Durch die vielen Spuren der letzten Tage war die Navigation nicht ganz so einfach. Bei Kilometer 90 bin ich heftig gest├╝rzt, aber der Airbag hat wieder gute Dienste geleistet.

Bei Kilometer 160 habe ich gemerkt, dass mein hinterer Tank leer ist und ich auf den vorderen umschalten muss. Mir wurde schnell bewusst, dass es verdammt knapp wird mit dem Sprit. Ich musste dann auf eine ├Âkonomische und Sprit sparende Fahrweise umstellen, um das Ziel ├╝berhaupt zu erreichen. Ich musste 3 oder 4 Mal stoppen und mein Motorrad auf die Seite legen, damit der Sprit von der einen Tankseite auf die andere r├╝berl├Ąuft und um so die restlichen Sprit-Reserven noch zu verwerten. Das hat relativ gut funktioniert. Aber ich bin mehr oder weniger ins Ziel gerollt. Das war mehr als knapp heute! Kurzfristig dachte ich mir, das war es nun mit dem Podium. Zur Info: Das offizielle Rallye-Reglement besagt, unsere Motorr├Ąder ben├Âtigen eine Sprit-Reichweite von 250 Kilometer. Die heutige Etappe betrug 216,8 Kilometer, dazu kommt noch die 34 Kilometer lange Verbindungsetappe. Es waren also 250, 251 Kilometer und es ist also nicht ganz klar, ob die Etappe zu lange war ohne einen geplanten Tankstopp. Daniel musste nach einem Navigationsfehler und den zus├Ątzlich entstandenen Kilometern, sein Motorrad ins Ziel schieben. Es tut mir wahnsinnig leid f├╝r Daniel, der ein richtig starkes Rennen gefahren ist.

Nat├╝rlich freue ich mich sehr, dass sich meine gute Form erneut best├Ątigt hat, dass es schon das ganze Jahr so gut l├Ąuft f├╝r mich und ich bei jedem WM-Rennen am Podium war. Ich versuche, dieses Gef├╝hl jetzt so gut es geht in die letzten Vorbereitungen und die Rallye-Dakar mitzunehmen. Zwei Tage verbringen wir noch in Dubai, um ein paar Sachen am Motorrad zu probieren und dann geht es zur├╝ck in die Heimat, wo die letzten Dakar-Vorbereitungen anstehen.”

STORY: Walkner Moves Into Rally Lead With Strong Ride On Stage 2 In Abu Dhabi (November 2021)

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