Beim Studium der Dakar-Route war klar, dass die achte Etappe die wohl letzte Gelegenheit sein würde, mit einem Angriff das Klassement neu zu ordnen. Matthias Walkner hat diese Gelegenheit am Dienstag genutzt. Der Vorjahressieger steckte die Spuren und die Schmerzen der vergangenen Tage weg und ritt eine beherzte Attacke.

STORY: Matthias Walkner Wins Long Stage 8

Im Ziel hatte Walkner den Husqvarna-Piloten Pablo Qunintanilla um gerade einmal 45 Sekunden abgehängt. Walkners Teamkollege Toby Price wurde Tages-Dritter und übernahm die Führung im Gesamtklassement.

Etappensieg mit Ansage. Matthias Walkner kann zufrieden sein mit seiner Leistung auf der 8. Etappe.

Matthias Walkner: “Das war ein cooler Tag, der brutal schnell vergangen ist. Es war auch ein extrem wichtiger Tag, der viel verändern kann. Bis jetzt ist die Rally für mich ja sehr gut verlaufen. Ich habe mich nie wirklich groß verfahren. Das einzig Frustrierende war dieser Fehler im Roadbook, der mich viel Zeit gekostet hat. Aber so, wie es aussieht, wird es nochmal extrem knapp. Für den Sieg wird es sich zwar nicht mehr ausgehen, aber ein Podium ist jetzt wieder möglich.”

Matthias Walkners Worte zum Tagessieg auf der 8. Etappe, der Dakar 2019

Gepostet von KINI am Dienstag, 15. Januar 2019

“Die ersten 160 Kilometer heute gingen über eine extrem schnelle Piste – sehr sandig und immer wieder haben Steinspitzen herausgeragt. Ich bin sicher drei bis vier Prozent schneller gefahren als in den Tagen zuvor, und habe auch mehr riskiert. Ich habe immer versucht, das Gas eine halbe Sekunde länger stehen zu lassen. Leider hatte ich dann auch einen Sturz, bei dem ich etwas Zeit verloren habe. Beim Tankstopp war ich dann mehr als drei Minuten hinter meinem Teamkollegen Toby Price. Und das war schon frustrierend. Ich bin dann mit der Wut im Bauch weiter gefahren. Ich habe auch das Setup am Bike ein wenig verändert. Die letzten 200 Kilometer bin ich dann gefahren, als ob es um mein Leben ginge. Im Ziel hat sich das dann alles ausgezahlt. Ich hatte vor dem Ziel zwar noch einen kleinen Sturz, habe mir die Schulter und das Sprunggelenk wieder etwas beleidigt. Aber es sind nur mehr zwei Tage und die beiße ich durch!”

Gepostet von HartEnduro.com am Dienstag, 15. Januar 2019

Die Dakar 2019 in Peru hat einen überraschend hohen Härtegrad. Auch das Tempo ist extrem hoch. das beansprucht Mensch und Material. Das musste auch das Honda-Team zu Kenntnis nehmen. Ricky Brabec musste am Dienstag mit Defekt aus der Dakar aussteigen. In der Früh war er noch als Gesamtführender in die Etappe gestartet. (c. panny, hubert lafer)

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photos (c) Marcin Kin