Mit Platz 13 im Gepäck und mit ziemlichen Schmerzen ist der niederösterreichische Hard-Enduro-Spezialist Dieter Rudolf von der “Red Bull Romaniacs” zurück nach Hause gekommen. Unmittelbar nach diesem mehrtägigen Hard-Enduro-Klassiker standen einige medizinische Untersuchungen auf dem Programm. Nun steht fest: Dieter Rudolf hat bei seinem Crash auf der zweiten der vier harten Offroad-Etappen einen Bruch des Schulterdachs erlitten. Das ist der Knochen unmittelbar über dem Oberarmknochen. Zwar konnte er den zwischenzeitlichen zehnten Platz in der Gesamtwertung der Gold-Klasse nicht mehr halten. Angesichts der Verletzung ist der KTM-Pilot aber mehr als zufrieden, sich über eine extrem selektive Strecke ins Ziel und auf Gesamtrang 13 gekämpft zu haben.

Dieter Rudolf: “Es war insgesamt eine richtig gute Woche. Nach meinem Sieg in der Silber-Klasse im vergangenen Jahr war mir klar, dass die Gold-Klasse noch ein Stück härter wird. Es war dann aber noch brutaler als ich erwartet hatte. Ich bin sehr stolz, dass ich das durchgezogen und durchgestanden habe. Das wäre aber ohne mein Team nicht möglich gewesen. Man ist im Ziel wirklich restlos fertig und hat keinen Kopf für die vielen Dinge, die noch erledigt werden müssen. Es hat aber Alles reibungslos funktioniert, und das verdanke ich alleine meinem Team. Ganz speziell möchte ich mich auch beim KTM-Team bedanken, das mir das Motorrad jeden Tag perfekt hergerichtet hat. Es waren sehr harte 512 Offroad-Kilometer und ich bin stolz, das Ziel auf Platz 13 erreicht zu haben. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man als Amateur eigentlich meistens direkt an den weltbesten Profis dran ist. Ohne die lädierte Schulter wäre sicherlich noch mehr drin gewesen, ich bin aber zufrieden, wie es ist. Die ‘Red Bull Romaniacs 2019’ wird eine richtig fette Erinnerung bleiben. Und ich würde jetzt mal ganz vorsichtig behaupten, dass mich Rumänien im nächsten Jahr wieder sieht. Ich glaube, ich will die Rally 2020 noch einmal versuchen. Jetzt aber gilt meine volle Aufmerksamkeit der verletzten Schulter. ”

Dieter Rudolf: “Es waren sehr harte 512 Offroad-Kilometer und ich bin stolz, es ins Ziel geschafft zu haben.”

In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob die verletzte Schulter operiert werden muss. Das wäre eine durchaus aufwändige Operation, die auch Muskeln und Bänder in Mitleidenschaft ziehen würde. Daher will man lieber versuchen, die Verletzung ohne OP auszuheilen. Ganz bestimmt aber muss Dieter Rudolf zumindest sechs Wochen Pause machen. (c. panny, hubert lafer)

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photos (c) Rudolf & Future7Media/Red Bull Content Pool