Der Motorradweltverband FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) geht nun offen auf Konfrontationskurs mit den Machern der “World Enduro Super Series” (WESS). Und zwar in einem Statement, gezeichnet vom neuen FIM-Präsidenten Jorge Viegas. Darin wird allen Veranstaltungen, die im Rahmen der WESS stattfinden, ab 2020 die FIM-Au­to­ri­sa­ti­on verweigert.

E3-Leader Steve Holcombe (Beta) beim EnduroGP in Griechenland.

Das heißt, ab 2020 werden WESS-Events keine offizielle FIM-Event-Nummer mehr erhalten. Das hat Konsequenzen vor Allem für den Versicherungs-Status dieser Rennen und wirft für die betroffenen Veranstalter unter Anderem neue Haftungsfragen auf. Bisher sind alle Piloten mit FIM-Lizenz bei Rennen mit FIM-Au­to­ri­sa­ti­on auch unter das entsprechende Versicherung-Paket gefallen. In dem Statement kündigt FIM-Präsident Jorge Viegas auch an, dass man ab 2021 neben der klassischen “World Enduro Championship” auch einen neuen “Extreme Enduro World Cup” im Rahmen der FIM durchführen will. Im Jahr 2014 wurde mit dem “FIM European Extreme Cup” dazu schon ein erster Test-Ballon gestartet. Die Schauplätze damals lagen in Großbritannien, Rumänien, Schweden und Deutschland.

Der E2-Weltmeister von 2017: Josep Garcia (KTM) beim vierten WESS-Rennen 2019, dem Hixpania Hard Enduro.

In seinem Statement bestätigt der FIM-Präsident, dass man seit einiger Zeit Gespräche mit KTM und den WESS-Verantwortlichen geführt habe. Dabei habe man angeboten, einige der WESS-Rennen in die “World Enduro Championship” zu integrieren. HartEnduro.at hatte noch vor wenigen Wochen erfahren, dass diese Gespräche gut und konstruktiv laufen würden. Zwischenzeitlich hat der Wind aber offenbar gedreht. Man habe sich nicht einigen können, schreibt Jorge Viegas. Er betont aber auch, dass man nach wie vor offen sei für eine Vereinbarung. (c. panny, hubert lafer)

LINK: Das FIM-Statement im Wortlaut

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